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Dienstag, 2. Juni 2009

Political Asylum in Pynchonland

Secure hatches fore and aft. . . . All hands prepare to submerge . . . .
We are heading for Pynchonland! A strange place, just around a multidimensional corner, which one might cut by means of fancy untested machinery or just good ol' dynamite. Lest you find yourself as overwhelmed by the sheer volume (and, certainly, density - or should I say, information entropy function) of Pynchon's latest novel, as I certainly do, I suggest you start with something other than his latest, Against the Day.

Against the Day is a casket, containing Pynchon's obsession with 1900s physics, anarchism and popular entertainment. It's all about waking up one fine day, tasting a Proustian madeleine thus suddenly recalling not only another time, but an entire other-self that's been separated from you by the means of icelandic spar --- an enigmatic mineral that twists the aether in such a way, that the imaginary part of the time-plane becomes orthogonal to the spatial dimensions (or something pretty close to this anyway) thus splitting the subject into multiple, co-existent entities.
What I love most about AtD is the concept of the Chums of Chance, a "celebrated aeronautics club", which leads a sort of double existence, as both characters within AtD, as well as a group of characters within various dime novels read by various other characters within AtD! At some point they even wonder about their stereotypicalness, truely stranger than fiction.

Businesscard of a typical character in a Against the Day

Besides mind-boggling thought-experiments in theoretical physics (was that a 2nd order oxymoron, perhaps?), the novel is a caricature of class warfare. Wage-slaving Prolterians fight the wealthy, vile Vibe family ("the bad vibes", d'uh). Of course, this being America, this is not a fight for communism, but rather anarchism. Still, it's miners versus owners, featuring the miner's iconic weapon of choice, several sticks of dynamite!
Anarchism is a topic of deserved curiosity. Owing to the late hour, I will simply cut to the chase: Although anarchism has this very romantic, liberal air, would not a great many of the proposed "anarchisms" (such as anarcho-syndicatism et cetera) either result in a liberal welfare micro-state, or simply turn a blind eye on social injustice? - Just a gut feeling, not an expert's opinion, mind you.



Post Postum: Post Euphoria in English! This was a first! See you next week in French (going to be a one-liner I bet) --- Oh, one year anniversary as well :3

Donnerstag, 7. Mai 2009

Homo faber

Ich kann irgendwie nicht schlafen (02:40) - Das heisst, ich weiss es gar nicht, da nicht probiert. Mir ist es einfach gewiss, dass es so ist, weil schon all zu oft das selbe (plötzlich: Über Gewissheit). Also.
Ich lese zig Bücher und notiere dabei auf A4 Blätter welche ich zusammenheften werde. Auf einem Homo faber betiteltem A4 Blatt steht jetzt (neu):
"S. 164 Genial! Faber ruft seine eigene Nummer, bemerkt, dass da jemand abnimmt, der nicht er ist, überprüft die Nummer beim Abnehmer sowie dem Telefonbuch und fragt, ob die Korrespondenz er sei!"
Das ist ja echt toll. Bei meiner ersten Homo faber Lektüre übersprang ich das irgendwie. Faber, der eigentlich von seinen fundamentalen Einsichten in die Natur der Welt (Statistik, also Naturwissenschaft) überzeugt ist, zweifelt plötzlich an seinen eigenen Identität. Max Frisch pur! Besser!

513. Wie, wenn etwas wirklich Unerhörtes geschähe? wenn ich etwa sähe, wie Häuser sich nach und nach ohne offenbare Ursache in Dampf verwandelten; [...] Hatte ich nun recht, als vor allen diesen Geschehnissen sagte "Ich weiss, dass das ein Haus ist", etc., oder einfach "Das ist ein Haus" etc.?

[...]

515. Wenn mein Name nicht L. W. ist, wie kann ich mich darauf verlassen, was unter "wahr" und "falsch" zu verstehen ist?

L. W. - Über Gewissheit

Ja! Faber zweifelt nach der Sabeth-Tragödie ja an seinen Fähigkeiten als Ingenieur und überhaupt an "sicherem Wissen", der Rest (Entschluss sein Leben zu ändern, Kuba, undso --- meine Erinnerungen und das Ende sind nicht mehr so klar, darum lese ich es erneut... ) ist ja dann Kanon.


Jetzt aber.

Schlafi Schlafi ^0^

Freitag, 6. Februar 2009

Filme

Erst gestern Nacht behauptete ich, mein Hobby sei es Filme zu schauen. Daher gibt es jetzt ein Posting über bemerkenswerte Filme, welche ich in letzter Zeit gesehen habe. Geordnet nach Sprache.


Le Scaphandre et le Papillon
(The Diving Bell and the Butterfly; Julian Schnabel 2007 Frankreich, Drama)

Es handelt sich hierbei um die Verfilmung Jean-Dominique Baubys Memoiren. Monsieur Bauby ist vollständig gelähmt, bis auf sein linkes Augenlied (das sei "Locked-In Syndrom"). Durch Blinzeln diktiert er die verfilmten Memoiren.
Was mich erstaunte, war der meisterhafte Einstieg in M. Baubys Situation. Das Medium Film wird perfekt ausgenutzt, um die Metapher der "Taucherglocke" in der Bauby festteckt zu erläutern. Der Zuschauer steckt in der Egoperspektive fest, die Kamera bleibt ohne Fokus, alles scheint verwaschen und Aktionen finden ausserhalb des "Gesichtsfelds" statt. Genial.


99 Francs

(Jan Kouen 2007 Frankreich, Komödie)

Ein weitere Buchverfilmung. Suject der Satire ist das Werbebusiness - Designer Octave lebt in Saus und Braus, besucht Meetings auf Cocain. Der Anfang ist toll; Der Schluss hat mich entäuscht. Starker Soundtrack!



Bild ist meine Lieblingsszene. Octave setzt Sophie seine Brille auf um "sich selbst einwenig zu küssen". Gold.
(Danke an Julie, welche mir diesen Film empfahl - Merci!)


Dancer in the Dark
(Lars von Trier 2000 USA, Drama)

Ich war mega überrascht, Björk zu sehen. Entging mir irgendwie total, dass sie dort mitspielt. Ich mag Björk, so rein von der Musik her. Obwohl dies definitiv kein Dogme Film mehr ist, fühlt sich das ganze trotzdem noch sehr fremd an - Dokumantarhaft. Die Farben und Kameraführung besonders. Während Musik Einlagen kippt das Ganze jedoch.

Hmnn, ich oute mich jetzt wohl als Banause. Aber so toll fand ich das nicht.


Quiet room ni yôkoso
(クワイエットルームにようこそ, Welcome to the Quiet Room; Suzuki Matsuo 2007 Japan, Komödie)

Uchida Yuki ist so kawaii. Nein wirklich.


Der Plot ist schnell erklärt: Journalistin wird in eine Psychiatrische Klinik zwangseingeliefert. Sie findet heraus, wieso.
Gesellschaftskritik? Sehr sehr ja. - Oh, und Hideki Anno (NGE) spielt mit.


Yeogo Goedam II - Memento Mori

(Whispering Corridors 2 - Memento Mori; Tae-Yong Kim & Kyu-Dong Min 1999 S. Korea, Genre?)

Ich schaue sehr selten Horrorfilme. Darum brauchte ich auch erst eine Ausdrückliche Empfehlung. Danke, danke Julie!

Memento Mori erzählt die Geschichte zweier homosexueller Schülerinnen einer Mädchenschule.


Das Bild zeigt besagtes Paar - Shi-Eun (liegt) und Hyo-Shin. Diese Beziehung geht jedoch in die Brüche und Hyo-Shin begeht Suizid. Dadurch gerät die Schule in eine Depression. Hyo-Shin geistert mit Hilfe ihres mit Shi-Eun gemeinsam geführten Tagebuches herum und es kommt zur Massenpanik. Banal, klischée und kitschig. Oder?
Der Film entfaltet seine Stärken in den Details - Und davon, gibt es unzählige.


Was mich extrem erstaunte, war wie viel Sympathie ich für diese lesbische Beziehung empfand. Ganz ehrlich. Wenn mir ein Film eine Hetereosexuelle Beziehung zeigt, erscheinen mir diese ja gezwungenermassen in einem Kontext von eigenen positiven sowie negativen Erfahrungen (Identifikation. Undso). Lesben erscheinen mir jedoch total überbewertet - Eben dadurch, dass der Kontext fehlt. Daher ist es viel einfacher, mir eine idealisierte, lesbische Beziehung zu zeigen, als eine verschiedengeschlechtliche.
Sowieso, was ich von homosexuellen bzw. bisexuellen Frauen halte ist höchst Problematisch. Angenommen, meine Partnerin würde eine andere Person begrabschen und diese würde es freuen. Wäre diese Person weiblich, würde ich das wohl noch lustig finden. Wäre es ein Mann, wäre ich definitiv hässig - Denke, das hängt mit irgendwelchen patriarchalischen Ménage-à-trois mit 2 Frauen zusammen. Oderso.


Eine sehr starke Metapher ist ein Klavier, bei dem einige Tasten nicht funktionieren.


Um ein solches Klavier zu erhalten trennt Hyo-Shin einige der Stränge, welche die Tasten des Klaviers mit der übrigen Klaviermechanik verbinden. Dabei erklärt sie:
Can you hear? The world is made of sounds. People have their own tune. It can become a harmony or a dissonance. Together, we could make the perfect harmony.

Später schmückt sie die Innenseite des Klaviers für Shi-Eun.
Das Klavier ist wie ein Mensch, oder dessen Welt. In gewissen Tonlagen ist es unmöglich festzustellen, dass er sich massgeblich von anderen unterscheidet. Es kann jedoch plötzlich passieren, dass wir auf eine Taste drücken und nicht das geschieht, was wir erwarten (ie: Horror/Ghost Story ensues).
Was uns bleibt, ist es eben dieses Klavier zu hegen - Oh, und, apropos Klavier. Der primär solo Klavier basierende Soundtrack ist toll!


In Asien werden Schüler ja jedes Jahr (?) gemessen und gewogen, bei Schülerinnen wird auch der Brustumfang gemessen. Zu diesen "Physical Examinationen" Hyo-Shin:
"Can all the changes in my weight and height...
Can these numerical values truly explain my growth?"
Die Antwort scheint trivial: Nein, wie sollte man den Zustand einer Person durch solche Messwerte ausdrücken? - Aber wie sollte man es denn sonst? Wenn nicht mit Worten und Zahlen, dann wieso mit Bilder und Tönen im Film? Alte, doofe Frage; Aber, wirklich?


Ein weiteres Detail von Wert, war diese Schildkröte, welche wohl den abschliessenden Kommentar zum Thema Mobbing bildet.



- - - Es gibt zig solche Dinge. Ich habe den Film etwa eineinhalbmal geschaut, weil der Aufbau so verdammt verwirrend ist und ständig in der Zeit hin-und-her gesprungen wird. Nervig oder Kunst, ich weiss es nicht.
Auch verstehe ich den Zusammenhang des Geschehens et cetera mit "Memento Mori" überhaupt nicht. Memento Mori bedeutet ja "Erinnere dich, dass du sterben wirst". Wird im Film aber nicht so benutzt, oder eventuell (?) wird der Zusammenhang sogar falsch hergstellt mit "Erinner dich der Toten" (wohl eher "Memento Morti" oder ähnlich).

Nichtsdestotrotz fand ich Memento Mori einen tollen Film! Werde mir wohl den rest der Quadriologie anschauen, irgendwann - oder wohl eher: irgendwie.

Dienstag, 3. Februar 2009

Schlechter Lebenstandart, billige Unterhaltung, nichts Besseres da.

Ich erzähle jedem, dem ich kann, dass Winter und primär der Schnee nur etwas für jene seien, welche diese Jahreszeit auch für Winter- und Schneesport nützen. Also, nichts für mich. Trotzdem habe ich ab heute (dh. gestern, Montag halt) zwei Wochen "Ferien".




Das bringt mich echt zum Verzweifeln. Ich dekadier in den Ferien immer total (man erinnere sich eventuell an die Ikea Cookies). Normalerweise ist das jedoch negligierbar. Diesmal scheint es mir aber äusserst ernst - primär, weil ich mir aufgrund der verkehrten Ernährung eine Magen/Darm-Verstimmung zugezogen habe, welche mich schier zur Weissglut treibt.
Nachtrag: Am Morgen nach diesem Post, um etwa acht Uhr habe ich mich dann (ungewollt) erbrochen; Muss wohl etwas verdorbenes o.Ä. gegessen haben. Jetzt (vier Uhr) geht es mir besser. Bis auf diesen grässlichen Galle-Geschmack auf den Zähnen.

Nun, was kann ich tun? - Was soll ich tun? (Plötzlich, eine Kantische Frage)

Videospiele: Operation Anchorage; Xenogears

Nun, ich habe Fallout 3s Addon/Downloadable Content Operation: Anchorage gespielt. War... interessant. Anfangs voll immersiv, ich war voll am herum schleichen mit dem Scharfschützten Gewehr und alles. Am Ende ging ich eben damit in Closerange-Combat, weil Munition in Unmassen verfügbar war.

Gleichzeitig spiele ich abundzu Xenogears, auf der Playstation. Das ist so ein J-RPG, welches wirklich gut ist! - bis auf Trainwreck Story à la Sunrise (Anime Produzent - Gundam, Code Geass undso).
Nun, Xenogears zeigt - so meine ich - wirklich schön, wieso Schopenhaurs Mitleidsethik leider nur eine utopische Vorstellung ist. Fei, der Hauptcharakter befindet sich nämlich eben dank solcher Überzeugung in einem riesen Dilemma: Darf man sich in die Geschicke der Welt einmischen und ihr seinen eigenen Willen aufzwingen?
Fei lehnt dies kategorisch ab. Der Lauf der Dinge zwingt ihn jedoch wiederholt, mit diesem Vorsatz zu brechen um entweder sich selbst oder andere zu schützten.

Das Problem lässt sich einfacher formulieren: Wenn eine moralisch gute Tat eine solche ist, welche nicht aus eigenem Willen geschieht, was für ein Wille kommt dann sonst in Frage? Und wie finde ich heraus, ob jener Wille "gut" ist?
Denkbare Antworten? Viele. Mitleidsethik lässt sich mit deontologischen wie konsequentialistischen System koppeln, man erhält einfach ein Gebilde mit einer Zusätzlichen "Ebene".
("Darf ich meine Tochter bezüglich dem Christkind belügen?" - Mitleids-Utilitarismus: "Ja klar, Altruisimus und Nützlichkeit pur!" - Moment, ist das nicht Singers Präferenz Utilitarismus? Nicht ganz...)

Januar Musik

Ein Freund hat mir Simsemilia empfohlen. Französischer Reggae Act, die sind Anti-Konsum, Anti-Kapitalismus, Anti-Waffenindustrie, Anti-Krieg, überhaupt: Anti-Alles.
Ich finde "Résistances" recht cool - Das hat irgendwie mehr Wucht. "En quête de sens" ist jedoch das Album, welches "neu" ist und hier eigentlich behandelt werden sollte - Ich kenne mich jedoch überhaupt nicht aus mit Reggae, und möchte mich daher nicht blamieren. (;

Als ich die Grippe hatte, habe ich mal ferngeschaut, und dabei habe ich Peter Fox gesehen - Der, und Band (?) hat so Affenmasken auf.
Bin noch unsicher ob "voll krass" oder "entry level" - Was mir jedoch an "Schwarz zu Blau" extrem gefällt ist diese erwachend-nüchterne Erkenntnis der unumgänglichen Absurdität des urbanen Lebensstils. "Guten Morgen Berlin, du kannst so hässlich sein; So dreckig so grau. (...) Und ich weiss, ob ich will oder nicht; Dass ich dich zum atmen brauch' "
Was mir eher weniger gefällt ist der Rest. Ja. Richtig gelesen. Bis auf das Konzept dieses einen Lieds gefällt es mir nicht besonders. Nicht einmal die Umsetzung.


4chan

Nun, ich poste etwa ~10 mal die Woche, denke ich. Der Sage-Anteil steigt jedoch immer weiter - Seit diesem Boxy-Scheiss gibt es zu viele /b/tards in /r9k/, und überhaupt.



Samstag, 21. Juni 2008

Texhnolyze - Grobe Interpretation


Texhnolyze ist wohl einer der "reichsten" Animes die ich bisher gesehen habe. Da ich mich erst kürzlich dazu entschlossen habe mir dieses Cyperpunk-Epos erneut anzusehen, wage ich hier eine Interpretation. Natürlich verdirbt man sich die Hälfte des Animes, wenn man sich den Rest dieses Posts durchliest bevor Texhnolyze geschaut zu haben.


Für die erste Häflte des Animes steht vor allem der Konflikt innerhalb der Stadt Lux im Vordergrund. Dieser wird in der zweiten Hälfte dann ausgeweitet. Am besten isoliert man die Fraktionen.
  • Der Organo
So eine Art Mafia/Yakazu Hybrid. Bürokratisch aufgebaut, kontrolliert den grössten Teil von Lux, sowie den Rafia Abbau in Kooperation mit der Oberwelt. Ihr Leiter ist Onishii, welcher bis zum Ende gegen seine Triebe ankämpft, daher halte ich ihn für eine Personifikation der Vernunft. Als solches ist es seine Aufgabe, Lux, die Stadt der Triebe, in Schach zu halten.

  • Die Union
Die Union ist die zweitstärkste Organisation in Lux. Sie baut nicht wie der Organo auf Fähigkeit, sondern auf Rousseau'sche Ideale.

  • Der Lacan
Ich bin kein Lacan-Experte, aber ich denke die Referenz im Namen ist so gemeint, dass der Lacan wie Lux seine Triebe ausleben will. Vermutlich entgeht mir hier noch mehr als beim Rest.

  • Das Dorf Gabe
Gabe ist im Geschehen neutral. Ihre interessen sind primär Ran, die junge Seherin, zu beschützen. Ran bedeutet Chaos auf Japanisch, sollte ich mich nich irren. Alle Mitglieder dieser Fraktion scheinen immer so eine Japanische Fuchsmaske griffbereit zu halten - Was mir als Wapanese leider nichts sagt. ;)
Gabe ist der Oberwelt extrem ähnlich, ihr Determinismus, verkörpert durch Ran, macht sie Handlungsunfähig. Ran ist jedoch gleichzeitig auch die "Stimme der Stadt" welche Onishii wie Sokrates' Daemon einflüstert, was er tun soll.
Ich muss zugeben, dass ich in dieses Chaos keine Ordnung herein bringen kann.

  • Die Klasse
Die Klasse ist schon ein einfacher ein teilbar. Sie bildet mit der Oberfläche zusammen ein Nietzsche'sches Übermensch/Letzter Mensch Paar.
Die Klasse praktizierte im Aristokraten-Stil Inzest, um schlussendlich Kano hervorzubringen. Dieser Jüngling verlockt mit seinem Plan zur Perfektionierung der Menschheit durch Texhnolyzation (Tönt ja wie NGE!) Mitglieder aus allen Fraktionen. Ich denke, die Analogie des Nihilismus, welcher frustrierte Idealisten auffängt passt.
Am Ende sorgt Kano dafür, dass Lux keinen (künstlichen) Tag mehr erfährt, was die Population aller Vernunft beraubt und somit den Prozess des Übermensch-werdens anregen soll. Seine Texhnoylze-Cyborg-Armee verliert bald darauf ihre Mobilität und schlägt wörtlich Wurzeln, um über ihre Existenz nachzudenken.

  • Die Oberwelt
Die Oberwelt ist wieder deutlich Nietzsche-Inspiriert. Als eine "Letzter Mensch" Dystopia fehlt ihnen der Wille zur Macht, sie sind nur noch Schatten welche auf ihren Tod warten, versunken in ihrer Mittelmässigkeit.
Dies war jedoch nicht immer so. Die Oberwelt wurde erst zu dem, was sie ist, durch Massenmord und Deportierung der eigenen Population in die Untergrundstadt Lux. Sie dachten, dass in dieser Hölle aus Gewalt und Verderben schlussendlich eine Gruppe von Übermenschen herausgehen wird. - Was sie davon haben, ist mir noch ein wenig unklar. Vielleicht waren ihre Motive rein altruistisch und sie wollten den Vortbestand der Menschheit sichern?
Tatsächlich scheint auch ein solcher Übermensch aus Lux hervor zugehen: Ichise. Sein Wille zu Überleben stellt alles in den Schatten, auch wenn es ihm an Verständnis fehlt. Er wird darum wohl auch gebeten, an der Oberfläche zu bleiben, was ihn jedoch verständlicherweise anwidert.

  • Rafia
Rafia ist keine Fraktion, aber was soll's.
Aus der Menge der Leichen, welche in Lux begraben wurden entstand Rafia, eine Art Aracanum der Biotechnologie. Rafia ist der "raison d'être" für Lux, die Leute sterben in Massen und das daraus entstehende Rafia wird an die Oberfläche geschickt. Jedoch stellt sich heraus, dass die Oberfläche dies nur noch formal und ohne Grund kauft.


  • Konklusion
Ich habe nicht wirklich eine grossartige Konklusion. Vielleicht, dass der Versuch die "Evolution" des Menschen zu erzwingen Sinnlos ist. Wir sind am Ende auch nur makelhafte Menschen.
Tatsächlich kratze ich immer noch an der Oberfläche in vielen Punkten, und ich habe ebenfalls das Gefühl jemand mit profunderen Japanischen Kulturkentnissen würde diesen Anime ganz anders betrachten. Aber als obligatorischer Post in 2w hält das allemal hin.